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Hausarztzentrum Ertingen 

Akademische Lehrpraxis der Universität Ulm

Ertingen am 02.02.23

Perspektive

Wo stehen wir gerade mit SARSCoV2 / COVID-19? Aktuell befinden wir uns im Übergang von der Pandemie zur Endemie - und dieser Übergang ist größtenteils bereits vollzogen. Die Omikron Variantengruppe löst aktuell keine größeren Wellen mehr aus und macht auch aktuell keine Mutationssprünge mehr. Die von vielen Virologen und Statistikern befürchteten Wellen durch die immunevasiven Varianten BQ1, BQ 1.1. sowie XBB / XBB1.5 sind ausgeblieben. Über ein Jahr zirkulieren Omikronabkömmlinge und dies lässt vermuten, dass dies  das endemische Virus bleiben wird. Trotz Kälte und Aufhebung fast aller Maßnahmen beobachten wir aktuell eine sehr niedrige Zirkulation.

Für uns stellen sich die letzten Wochen seit Anbeginn der Pandemie die ersten dar, in denen wir beobachten, dass sich die Situation entspannt. Für Risikopersonen gilt das so allerdings nicht - diese sollten sich weiter konsequent schützen, aber weniger Gesamtzirkulation bedeutet auch weniger Ansteckungsrisiken und weniger Gefahr für diese.

Wir erwarten im Moment keine größeren Wellen mehr mit komplett neuen Varianten, die nochmal die Gesamtsituation komplett verändern (auch wenn dies natürlich möglich ist - auch die Fastet wird. noch zu einer kleinen Welle führen). Aktuell sehen wir weniger schwere Verläufe, weniger Krankenhauseinweisungen und insgesamt nur wenige Fälle. Trotzdem bestehen noch Risiken von Longcovid und andere Komplikationen (kardiovaskulär / Immunsystem) die schwer abschätzbar sind. Für den einzelnen ist es daher nach wie vor besser, sich nicht bzw. selten anzustecken. 

Immunflucht von Varianten in Laborexperimenten haben  in unseren Augen nicht mehr die gleiche Aussagekraft wie in früheren Phasen, da durch die Hybrid Immunität Situation jetzt das Schutzschild der Bevölkerung komplexer geworden ist.

Aktuell werden viele Rückblicke durch die Medien getrieben, dabei darf man aber nicht vergessen, warum wir jetzt in dieser erfreulichen Situation sind: Weil schnell effektive Impfstoffe verfügbar waren. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Aber auch weil Maßnahmen viele Leben gerettet haben.

Was wir für die Zukunft mitnehmen sollten ist nach dieser Pandemie jedoch auch klar und keine hohe Wissenschaft: Bessere Belüftungskonzepte / Luftreinigungskonzepte in öffentlichen Innenräumen und Masken in vulnerablen Bereichen bei hoher Infektioinsaktivität (Infektsprechstunden).

In den USA wurde aktuell eine Empfehlung zur jährlichen Auffrischungsimpfungen gegen COVID ausgesprochen. Auch in Europa erwarten wir diese Empfehlung  für die kommende Wintersaison.

Es mag zynisch klingen, aber in vielerlei Hinsicht hatten wir mit SARSCoV2 / COVID-19 Glück. Jüngere waren weniger betroffen (die spanische Grippe 1918 hat vor allem Jüngere betroffen), effektiver Impfstoff war schnell verfügbar und die Mortalität war zu anderen vergleichbaren Viren (SARS-1, MERS) deutlich geringer.

In Ertingen ist die Pandemie rückblickend sehr mild, mit wenigen Todesfällen und wenigen schweren krankenhauspflichtigen Erkrankungen verlaufen. Dies gelang nur aufgrund der unbeschreiblichen Solidarität, Rücksicht und Umsicht der Bevölkerung und dies ist mehr als bemerkenswert.  Am Ende der Pandemie daher allen ein herzliches Dankeschön.

                        Dres. med. M. Mittendorfer / S. Butz / P. Fieweger


Ertingen am 28.01.23

Mikas Trivun

Es freut uns Ihnen mitzuteilen, dass unser Team ab 01.02.2023 um Herrn Mikas Trivun als Assistenzarzt verstärkt wird.


Herr Trivun bringt in unsere Praxis eine fundierte medizinische Ausbildung auf dem Gebiet der Anästhesie als auch der Notfallmedizin mit. Seine Ausbildung zum Facharzt für Anästhesie durchlief Herr Trivun in Sigmaringen. Zusätzlich vertiefte Herr Trivun seine Fertigkeiten in Tettnang sowie seine notfallmedizinische Kompetenz jahrelang als Notarzt in Saulgau, Biberach und Sigmaringen.


Im Laufe seiner Ausbildung wurde für Herrn Trivun die ganzheitliche langfristige Behandlung von Menschen, mit allen biologischen aber auch psychischen sowie sozialen Aspekten, immer wichtiger. Dies veranlasste Herrn Trivun schließlich in die nun eine weitere Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin bei uns zu beginnen.

 
Es freut uns sehr, dass wir mit Herrn Trivun einen weiteren sowohl medizinisch als auch menschlich hochkompetenten und engagieren Arzt für Ertingen und für unsere Praxis gewinnen konnten.


Wir wünschen Herrn Trivun in seinem neuen Wirkungskreis einen guten und erfolgreichen Start.

                  mit freundlichen Grüßen

                             Dres. med. Michael Mittendorfer / Sebastian Butz / Patrick Fieweger

Ertingen am 15.01.2023

COVID und kardiovaskuläre Erkrankungen

Aktuell wird überall das Ende der Pandemie verkündet - und auch wir gehen davon aus, dass der Übergang in die Endemie in diesem Sommer bevorsteht. Endemie heißt dabei jedoch nicht, dass Corona harmlos ist. HIV ist endemisch, niemand möchte jedoch HIV haben. Ebola und Affenpocken sind in Teilen Afrikas endemisch, auch diese Erkrankungen möchte niemand haben. Tuberkulose wiederum ist in Russland endemisch und auch hier sind wir froh, dass dies in Europa nicht der Fall ist.

Auch bei Corona bedeutet die Endemie schlichtweg nichts anderes, als dass wir in einer gewissen Regelmäßigkeiten mit Wellen rechnen müssen, und nichts anderes. Immer mehr werden dabei Folgen von Corona sichtbar, welche uns auch mittelfristig Probleme bereiten werden.

Aktuell zeigen sich nach COVID 19 Infektionen deutlich erhöhte Raten an kardiovaskulären Ereignissen (z.b. Myokardinfarkte). Bei einer Studie an knapp 154.000 Militärangehörigen (10% Frauen, medianes Alter 63 Jahre) wurden diese über 12 Monate nach Infektion mit COVID 19 nachverfolgt. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8913026/). Als Aufnahmebedingung in die Studie wurde gefordert, dass alle 30 Tage nach Infektion noch am Leben sind - also wurden akut Komplikationen bei schwerem Verlauf bereits aussortiert. Die Gruppe der erkrankten Veteranen wurde dann sowohl mit einer Gruppe  von 5,7 Millionen Menschen ohne COVID Erkrankung im gleich Zeitraum, als auch mit einer Gruppe von 5,9 Millionen Menschen 2017 (ohne Covid Erkrankung klarer Weise) verglichen.

Unter Berücksichtigung von Übergewicht, Diabetes und Begleiterkrankungen sowie sozioökonomischen Faktoren lag die Schlaganfallinzidenz unter den Infizierten in der Postakutphase ab 30 Tage nach der Infektion um 52% höher als in der aktuellen Vergleichskohorte ohne bekannte Corona-Erkrankung. In ähnlicher Weise war das Risiko für eine TIA erhöht (plus 84%), für Vorhofflimmern (71%) und weitere Arrhythmien (80%), für entzündliche Herzerkrankungen (100%), insbesondere eine Myokarditis (fünffach erhöhte Inzidenz), aber auch für einen Herzinfarkt (63%), andere ischämische Herzerkrankungen (50-70%), Herzinsuffizienz (72%) und Herzstillstand (145%). Die Inzidenz thrombembolischer Ereignisse war ebenfalls deutlich erhöht, und zwar um das Zwei- bis Dreifache. Ähnliche Unterschiede ergaben sich bei einem Vergleich mit der historischen Kohorte.

In Folge der Pandemie müssen wir daher noch lange Zeit mit massiven Folgen, sowohl im Bereich des Immunsystems (siehe Eintrag vom 15.12.) als aus dem kardiovaskulären System (Herzinfarkt, Schlaganfall, Tod...) sowie auch aus dem Bereich der LONGCOVID Erkrankungen rechnen.

Wir empfehlen daher weiterhin, auch am Beginn der Endemie, sich zu schützen. Eine Covid Infektion sollte so spät wie möglich, so selten wie möglich und vor allem wenn überhaupt dann nur einmalig stattfinden. Auch wenn die Maskenpflicht in öffentlichem Verkehr bald fällt (in Arztpraxen besteht diese weiter), empfehlen wir trotzdem in allen Indoor Situationen weiterhin das Tragen von Masken. Auch ein angepasster Impfschutz mittels BA4/5 Impfung kann jederzeit und ohne Terminvereinbarung in allen unseren Praxen durchgeführt werden. Dies entspricht auch den aktuellen Empfehlungen der WHO. Nur gemeinsam ist diese Situation lösbar, die Endemie ist leider nur eine politische Lösung.

mit freundlichen Grüßen

                          Hausarztzentrum Ertingen


Ertingen am 13.12.2022

Weiterbildungsermächtigung

Am 07.12.2022 hat die Bezirksärztekammer Südwürrtemberg unserem Antrag auf Erweiterung unserer Weiterbildungsermächtigung für Jungärzte in Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin stattgegeben. Ab sofort können wir daher die Ausbildung für Jungärzte für 36 Monate durchführen und damit auch in der neuen Weiterbildungsordnung für den  vollen ambulanten Zeitraum. Es freut uns sehr, damit weiterhin unsere Praxis zukunftsfähig und interessant für junge Kollegen halten zu können.

                                            Ihr Hausarztzentrum Ertingen


Ertingen am 15.12.2022
Infektwelle - aktuelle Datenlage - Kurzinformation

Aktuell beherrscht eine massive Infektwelle das deutsche Gesundheitswesen. In Hamburg müssen nun bereits Notaufnahmen von bereits über 100% ausgelasteten Krankenhäusern per Dekret offenbleiben (Link) und die Charite verschiebt wieder hunderte Eingriffe täglich (Link) um Platz für schwer Erkrankte zu schaffen. Auch in den regionalen Krankenhäusern wird die Situation enger. Bei den Infektionen handelt sich dabei um Erkrankungen, die wir früher ebenfalls bereits hatten, jedoch nicht in dieser Schwere und Häufigkeit. 90% der Fälle werden dabei ambulant behandelt, nach wie vor, was auch bei uns zu massiven Belastungen führt. In England sind mittlerweile ca. 20 Kinder an dem Erreger von Scharlach, Streptokokken der Gruppe A, gestorben (eine bakterielle Erkrankung für die keine Immunität nach einer Infektion ausgelöst wird, und für die deshalb auch keine Immunschuld bestehen kann. Es kam dabei auch zu einer Vervielfachung der Scharlachfälle im Vergleich zu den Vorjahren - die Todesfälle sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. (Link & Bildquelle - Daten von Wales)

Auch werden wieder Poliofälle in Großstädten wie London oder New York berichtet, die Affenpocken konnten sich ausbreiten, wie noch nie zuvor, aktuell kommt es zu einer starken RSV Welle mit deutlich schwereren Verläufen als früher, aber auch zu vermehrt schweren Grippefällen mit darauffolgenden Pneumonie (früher ein Problem der älteren Population, heute auch jüngere betreffend). Die Frage ist - warum ist 2022 die Infektwelle eine andere, als all die Jahre davor, was ist hier inzwischen  passiert?

Die westliche Politik propagiert dafür Nachholinfektionen. Die Antwort auf die Frage warum die RSV Welle jedoch dann in Japan und Südkorea (die deutlich stärkere Maßnahmen hatten) geringer ausfällt als in den vor pandemischen Jahren und gleichzeitig Schweden (keine Maßnahmen Link) und England (wenig Maßnahmen) noch massivere Probleme als wir haben, bleibt die Politik allerdings schuldig.

Wissenschaftlich haben wir jedoch mittlerweile starke Hinweise woher dies kommen könnte - und die Antwort liegt, leider, bei der zunehmenden durchgemachten Coronainfektionen in der Bevölkerung - egal ob mild oder schwer verlaufend. Studien zeigen aktuell immunologische Dysfunktionen für 8-12 Monate nach einer Coronainfektion auf (Link). Dies lies sich sowohl bei milden als auch bei schweren Coronainfektionen nachweisen. Es kommt dabei sowohl zu Änderungen von Immunmodulatoren (Interferonen) welche das Immunsystem aktivieren als auch zu Änderungen und Reduktion der an der Abwehr beteiligten Abwehrzellen. (Link). Dass reduzierte Abwehrzellen und eine reduzierte Aktivierung des Immunsystems einer guten Immunantwort dienlich sind, ist selbstverständlich absoluter Nonsens - vielmehr macht uns das natürlich anfälliger, und die Verläufe schwerwiegender. (Link)


(Bildquelle: https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12916-021-02228-6/figures/3). Auf diese Umstand gibt es wissenschaftlich mittlerweile unzählige Hinweise, die sich immer mehr verdichten. (Link , Link)



(Bildquelle: Link)

Die o.g. Umstände erklären die aktuelle Infektwelle absolut stichhaltig. Es erklärt sowohl das häufiger Auftreten dieser bisherigen Bagatellerkrankungen, aber auch den schwereren Verlauf dieser Erkrankungen bis hin zu Todesfälle selbst bei Kindern. Zusätzlich führt Corona noch zu einer deutlichen Zellalterung (Link) was noch weitere Probleme in naher Zukunft auslösen könnte.

Wie und wann die Politik aufgrund der aktuellen Studienlage den Salto Rückwärts durchführen wird, ist aktuell unklar. Aktuell klar ist jedoch, dass momentan nahezu 20% aller Menschen mit einer Erkrankung zuhause sind. Klar ist auch, dass Erzieherinnen und Lehrer, Verkäuferinnen etc... gerade übermenschliches leisten, damit trotzdem ein Hauch Normalität vorherrscht. Klar ist jedoch auch - dass unser Gesundheitssystem diese Situation nicht mehr ewig tragen wird können.

Wir empfehlen daher nach wie vor: Corona sollte man so spät wie möglich, und so selten wie möglich bekommen. Es ist nach wie vor alles andere als mild. Schon nächstes Jahr wird es hoffentlich bessere Impfstoffe mit längerem Schutz geben, bis dahin empfehlen wir jedoch den Impfschutz aktuell zu halten - nutzen sie die Möglichkeit noch bis zum 23.12.22 Ihre Impfung ohne Termin in allen unseren Standorten aufzufrischen. Zusätzlich empfehlen wir zum Selbstschutz aber auch zum Fremdschutz das tragen von Masken an öffentlichen Orten.

mit freundlichen Grüßen

                       Hausarztzentrum Ertingen



 

Ertingen 02.12.2022

Immunschuld

Da aktuell in den Medien heiß über das Thema Immunschuld diskutiert wird, möchten wir hier gern kurz dazu Stellung nehmen, um FAKE News vorzubeugen. Momentan erschüttert eine Welle der Infektionen (RSV/Influenza/COVID) Deutschland und die deutsche Krankenhausbelegung (sowohl im Kinderbereich, als auch im Erwachsenenbereich). Ob das Gesundheitssystem das aktuelle Ausmaß stemmen kann, wird sich vermutlich noch vor Weihnachten zeigen.

Verschiedene Breitenmedien diskutieren als Ursache dieser Infektwellen ausbleibende Infektionen in den letzten 2,5 Jahren und damit eine fehlende Herdenimmunität bei rasch verschwindenden Immunitäten.

Aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, dass 19,2% der früher an Covid erkrankten Kinder aktuell RSV Infektionen haben. Nur 9,7% der bisher nicht infizierten Kinder haben aktuell eine RSV Erkrankung. Dies lässt darauf schließen, dass vorangehende Coronainfektionen ein Risikofaktor für RSV Erkrankungen sind. (Quelle: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2022.11.29.22282887v1 ) und das es gemeinsame Risikofaktoren für beide Virusinfektionen gibt. Gleichzeitig zeigen die hohen RSV Wellen in Schweden und Tennessee, wo es seit 2020 bereits keine Maßnahmen mehr gab, dass die Maßnahmen in 2020 nicht die Ursache gewesen sein können. Auch zeigen Länder wie Japan oder Südkorea eine deutlich geringere RSV Welle als in den präpandemischen Jahren - in diesen Ländern galten deutlich strengere Maßnahmen als in Deutschland.

Viel mehr ist zu vermuten (und wissenschaftlich ja bereits lange diskutiert), das Corona über eine gewisse Zeit eine Immunschwäche auslöst, welche uns krankheitsanfälliger macht. Quellen hierfür wurden in der Vergangenheit auf diese Homepage bereits oft veröffentlicht. Auch die Daten der gesetzlichen Krankenkassen zeigen einen permanenten deutlichen Anstieg der Krankmeldungen in den letzten Jahren. Gewissheit  über die Auswirkungen von COVID auf das Immunsystem werden wir vermutlich erst in einigen Jahren haben. 

Wir erleben aktuell eine Krankheitswelle an respiratorischen Erkrankungen bei Kindern, die in der Lage ist unser Gesundheitssystem (wieder einmal) zu überfordern. Eine naheliegende Schutzmaßnahme ist daher nach wie vor das Tragen von Masken um die Infektwelle zu bremsen. Eine Ideologisierung des Maskentragens, wie dies leider aktuell ebenfalls in den Breitenmedien geschieht, ist der Situation leider überhaupt nicht dienlich.

Gleichzeitig empfehlen wir allen Menschen entsprechend der SIKO und STIKO Impfempfehlung ihren COVID und ihren Influenzaimpfstatus zu überprüfen und ggf. zeitnah ihre Auffrischungsimpfungen durchzuführen. Die Influenza Impfung ist von der STIKO für Kinder und über 60 Jährige empfohlen und kann in Baden Württemberg als Kassenleistung von allen Menschen unabhängig vom Alter in Anspruch genommen werden. Die COVID Auffrischung mit BA4/5 Impfstoff ist von der SIKO für alle Menschen >5 empfohlen. Impfungen sind in allen unseren Standorten im Dezember  noch ohne Termine möglich.

Nach wie vor ist diese Situation nur durch Solidarität und etwas Hausverststand lösbar. Beides ist glücklicherweise in Ertingen immer schon vorhanden.

                        mit freundlichen Grüßen

                                            Hausarztzentrum Ertingen




 

Ertingen am 06.10.2022

Ausnahmezustand

 

Das neue Normal ist in Deutschland angekommen. Das Oktoberfest verlief mit knapp 5,7 Millionen Besucher regelhaft. Trotz hoher Preise war der Besucherzustrom ungebrochen. Ungebrochen war auch die Auswirkung auf das Infektionsgeschehen, denn wider des neuen Normal ist die Corona-Pandemie alles andere als vorbei.


Aktuell nehmen die KH Einweisungen und die Intensivbelastung massiv zu. Das bereits ausgebrannte Gesundheitssystem steht erneut vor einem Kollaps. Auch wir merken die massive Inanspruchnahme von Infektpatienten, die symptomatisch natürlich nicht arbeitsfähig sind.


Aufgrund des raschen Anstiegs der Infektpatienten werden Infektsprechstunden ab heute sowohl in Dürmentingen als auch zeitlich begrenzt in Binzwangen angeboten. Im Gegenzug müssen wir jedoch andere Leistungen kappen. Am Ende des Tages hat auch unser Tag nur 24 Stunden und keine mehr. Ab sofort bis zur Entspannung der Situation werden deshalb keine neuen Termine für Vorsorgeuntersuchungen angenommen. Alle bestehenden Termine werden bis auf weiteres abgearbeitet. Alle Termine für Sonographie, Tumornachsorgesprechstunden, Diabetessprechstunden, etc... werden vollumfänglich weitergeführt. Neuaufnahmen von Patienten finden planmäßig statt.


Aufgrund der Situation empfehlen wir allen Menschen ohne Ausnahme das Tragen von Masken in Innenräumen (z.b. Einkaufen) um eine Infektion zu vermeiden. Zusätzlich empfehlen wir allen Menschen dringend ihren Impfschutz aufzufrischen. Anmeldungen hierfür unter ertingenimpft@mail.de oder in allen unseren Praxen.


bleiben Sie gesund.
                             Hausarztzentrum Ertingen


 

Ertingen am 04.10.2022

Eine Grippe ist keine Erkältung!

Was ist eigentlich eine saisonale Grippe und was ist eine Erkältung? Auch wenn sich die Symptome auf den ersten Blick ähneln und wir umgangssprachlich schon bei einem Schnupfen von "Grippe" reden: Eine Grippe (Influenza) und eine Erkältung (Schnupfen, grippaler Infekt) sind ganz verschiedene Erkrankungen.
Wichtig zu wissen: Die Grippe ist eine viel ernstere Erkrankung als eine Erkältung. Die durch Influenzaviren verursachte Grippe dauert in unkomplizierten Fällen fünf bis sieben Tage und geht mit deutlich schwereren Krankheitszeichen einher.
Typische Symptome sind plötzlich auftretender Krankheitsbeginn mit Fieber höher 38,5°C, trockener Reizhusten, Kopf-,Hals-, Muskel- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und manchmal Übelkeit und Erbrechen.
Komplikationen einer Grippeerkrankung wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündungen sind möglich. Treten derartige Beschwerden auf, sollten sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.
Mit zunehmendem Alter verliert das Immunsystem an Leistungskraft. Zusätzlich können Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislaufbeschwerden von Verlauf von Infektionskrankheiten ungünstig beeinflussen. Das bedeutet, dass das Abwehrsystem älterer Menschen Erreger häufig nicht so gut bekämpfen kann. Dies hat zur Folge, dass bei ihnen die saisonale Grippe (Influenza) stärker verläuft, länger anhält oder mit schweren, teils lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenentzündung einhergehen kann.
Insbesondere ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten sich daher jedes Jahr gegen die saisonale Grippe impfen lassen. Auch aufgrund der Coronapandemie ist die Grippeimpfung für diese Personengruppe besonders zu empfehlen. Überprüfen sie auch gleichzeitig ihren Schutz gegen Pneumokokken, einen der Haupterreger der Lungenentzündung und damit eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Auch eine Impfung gegen Pneumokokken ist vor dem Winter auf jeden Fall zu empfehlen und wird ebenfalls von der Krankenkasse übernommen.

Die Impfung können sie ab sofort kostenfrei in unseren Praxen durchführen lassen. Eine Terminvereinbarung ist hierfür nicht notwendig. Nutzen sie die Gelegenheit und impfen sie gleichzeitig auch gegen BA4/5 COVID. Für Rückfragen stehen Ihnen die Ärzte und das Personal unserer Praxis jederzeit zur Verfügung.


mit freundlichen Grüßen
Dres. med. M. Mittendorfer / S. Butz / S. Knöll / P. Fieweger / C. Krauth / E. Kesenheimer

 


 Neuaufnahme Patienten

 


Der Großteil der Patientenaufnahmen der Praxis Dres. Jung ist mittlerweile abgeschlossen. Ab 01.10.2022 nehmen wir daher auch Patienten mit Hausarzt und Wechselwunsch aus den Gemeinden Ertingen (und Teilorten) und Dürmentingen (und Teilorten) auf. Bei Wechselwunsch melden Sie sich bitte ab Oktober in einer unserer Praxen (Kontaktdaten siehe rechts).

 

 

mit freundlichen Grüßen

 

Hausarztzentrum Ertingen

 

Ertingen am 27.06.2022

Outcome von SARS COV 2 Reinfektionen

Aktuell wurde eine große retrospektive Studie an US Veteranen veröffentlicht. (https://www.researchsquare.com/article/rs-1749502/v1). Die Studienautoren wollten herausfinden, wie sich Reinfektionen mit SARS COV 2 / COVID / Omikron auf die Gesundheit der Menschen auswirken. Dafür wurden 257.427 Veteranen mit Coronainfektion zur Beobachtung ausgewählt. Von diesen hatten 38.926 zwei oder mehr Coronainfektionen. Gleichzeitig wurde eine Vergleichsgruppe von 5.396.855 Menschen beobachtet, welche kein Corona hatten.

In dieser riesigen Kohorte wurde gezeigt, dass das Risiko für Mortalität, Hospitalisation, Lungenschädigungen, Nierenschädigungen, Kardiovaskuläre Schädigungen, hämatologische Störungen, Diabetes, Fatigue, etc... bei jeder weiteren Infektion steigt. (die unten gezeigte Grafik zeigt nur Schäden >6 Monate)



(Bildquelle: https://www.researchsquare.com/article/rs-1749502/v1) 

Diese Studie zeigt damit eindrücklich auf, dass es eine Herdenimmunität und Schutz durch vorangegangene Infektion nicht gibt. Schlichtweg jede Infektion kann Langzeitschäden hervorrufen welche in Folge zu massiven Einschränkungen der Lebensqualität führen und den Betroffenen im Nachgang zu einem Vorerkrankten für die nächste Welle machen.

Sich nun absichtlich zu infizieren ist daher in etwas so weitsichtig, wie seinen Autoreifen mit einem Nagel zu zerstechen, um diesen vor zukünftigen Nagelstichen zu schützen. Eine Herdenimmunität gibt es defakto nicht und die aktuelle Politik der Verharmlosung wird leider zu massiv unnötigen Folgen führen. Insbesondere für noch umgeimpfte Kinder stellt COVID 19 dadurch eine deutliche Gefahr durch multiple Erkrankungen dar.

Wir empfehlen bei aktuell drastisch steigenden Fallzahlen in Ertingen daher dringend das Tragen von FFP2 Masken in Innenräumen sowie bei allen >60 mit einem Impfabstand von >6 Monaten eine weitere Auffrischungsimpfung. Bei Menschen <60 empfehlen wir ggf. ein Arztgespräch zum Abschätzen des individuellen Risikos. Impfungen können auch bei Jüngeren sinnvoll sein.

Impfanmeldung: ertingenimpft@mail.de

mit freundlichen Grüßen

                      Hausarztzentrum Ertingen

Ertingen am 07.06.2022

Regionaler Hausärztemangel

 


Deutschlandweit, aber auch im Landkreis Biberach, stehen wir vor einer Rentenwelle der Hausärzte. Um den Jahreswechsel herum haben mehrere Praxen im näheren Umkreis ohne Nachfolger ihre Türen geschlossen. Weitere Ruhestände von regionalen Kollegen sind in den nächsten Jahren absehbar.


Aus diesem Grund gingen wir aktiv über mehrere Jahre auf die Kreisverwaltung, den Kreistag aber auch auf den Biberacher Landrat zu. Zuletzt 2020 mit einem Schreiben, das viele der niedergelassenen Kollegen im westlichen Landkreis Biberach mitunterzeichnet hatten. Unser Ziel war es, Strukturen zu etablieren, welche eine geordnete Übernahme von Praxen durch junge Kollegen erleichtert hätten. Leider erhielten wir bis heute keine offizielle Antwort. Heute ist die Situation in der ärztlichen Versorgung unumkehrbar.


Um die ärztliche Versorgung in unserer Region abzusichern, vergrößerten wir parallel dazu unser Ärzteteam und ergänzten gleichzeitig unser Team an medizinischen Fachangestellten. Heute stellen wir damit eine der größten Praxen des Landkreises mit einem breiten medizinischen Spektrum.


Gleichzeitig errichteten und eröffneten wir in Binzwangen sowie in Dürmentingen eine Praxis. Die räumlichen Erweiterungen fanden dabei in enger Absprache und Zusammenarbeit mit den Gemeinden Ertingen und Dürmentingen statt.


Dadurch konnten wir auch regional, sowie auch überregional in der Pandemie vieles sicherstellen und sind auch weiterhin bemüht den uns anvertrauten Versorgungsbereich Ertingen und Dürmentingen gemeinsam mit den anderen lokalen Praxen vollumfänglich medizinisch zu betreuen. Aktuell bieten wir nach wie vor wöchentlich Coronaimpfungen für lokale und auch überregionale Patienten an und halten zusätzlich nahezu 40 räumlich getrennte reine Infektsprechstunden ab. (Dies garantiert auch Ihre Sicherheit während Ihres Besuchs in unserer Praxis - unsere für Sie betretbaren Praxisräumlichkeiten sind stets Infektfrei)


Leider können wir nichts desto trotz den regionalen Ärztemangel in den umliegenden Gemeinden nicht ausgleichen.
Um die Versorgung in unseren Kerngemeinden Ertingen (mit seinen Teilorten) und Dürmentingen (mit seinen Teilorten) zu garantieren, werden wir deshalb zukünftig nur noch Patienten mit Wohnsitz in diesen Gemeinden (88521 & 88525) in unsere Behandlung aufnehmen. Alle Patienten mit anderem Wohnsitz die bereits in unserer Behandlung sind, werden wir selbstverständlich weiterhin vollumfänglich versorgen. Neuaufnahmen mit Wohnsitzen ausserhalb unseres Tätigkeitsbereiches sind leider nicht mehr möglich.


Es freut uns, dass wir mit unserem Team an Ärzten und medizinischen Fachangestellten in einer Zeit des Landarztmangels, die Versorgung unserer Kerngemeinden auf die nächsten Jahrzehnte sicherstellen können. Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an die Gemeinden Ertingen und Dürmentingen, mit deren Unterstützung wir in unserer Raumschaft eine, bezüglich der medizinischen Versorgung am Land, einzigartige Situation schaffen konnten.


mit freundlichen Grüßen


                      Hausarztzentrum Ertingen


Ertingen am 21.05.2022

Affenpocken / Monkeypox

Aktuell ist eine neue ansteckende Erkrankung ausgebrochen.Bei den Affenpocken handelt es sich um ein alte Erkrankung, die bereits 1958 entdeckt wurde. Die erste Fälle beim Menschen wurden in den 70er Jahren berichtet. Aktuell gibt es knapp 200 (198) Fälle in 15 Ländern weltweit, davon 5 in Deutschland (3 davon gesichert). Der erste Fall trat dabei am 7. Mai in London auf (dieser Fall wurde aus Nigeria "importiert" - Reiseassoziiert). Nach diesem Fall kam es zu weiteren Fällen in Großbritannien und zu einer Ausbreitung in Europa.

Momentan scheint der Erreger der Affenpocken nicht mutiert zu sein. Normalerweise gibt es bei Affenpocken keine nennenswerte Übertragung von Mensch zu Mensch. Da es sich um einen DNA Virus handelt welcher sehr schwer mutiert, stehen daher die Chancen gut, dass weltweit eine relativ "leichte" Eindämmung der westlichen Variante dieses Virus erreicht werden kann. 

In Belgien gab es eine volle Sequenz Bestimmung (https://virological.org/t/belgian-case-of-monkeypox-virus-linked-to-outbreak-in-portugal/801), diese weist nach, dass aktuell keine Mutation vorliegt und es sich um das "original" Virus aus Nigeria handelt. Wie früher üblich wird es daher ggf. regionale Ausbrüche geben, aber keine globale Pandemie. (auch früher schon gab es Ausbrüche mit bis zu 70 Infizierten - USA 2003). 

Die westliche Variante der Affenpocken hat eine berichtete Sterblichkeit von 1% bis 3,6% - in der westlichen Welt bei exzellenter medizinischer Versorgung vermutlich weniger. Die typischen Symptome von Affenpocken sind Hautläsionen (Pusteln/Pocken), Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Müdigkeit. Es ist nicht klar. ob es symptomatische Verläufe gibt. Die Inkubationszeit ist normalerweise 14 Tage. Alle Fälle die aktuell auftauchen haben sich daher schon vor einigen Wochen angesteckt.

Die weltweite Ausbreitung ist am ehesten durch den aktuell bereits wieder stark angestiegenen Reiseverkehr zu erklären. Der Hauptübertragungsweg scheint zum jetzigen Zeitpunkt enger Körperkontakt zu sein. Aktuell wird über die ersten Betroffenen außerhalb der initial betroffenen Risikogruppe berichtet (Homosexuelle). Auch über die ersten betroffenen Kinder in London wurde bereits berichtet (Achtung: Boulevard Presse - Daily Mail)

Obwohl es momentan der größte Ausbruch außerhalb von Afrika dieser Erkrankung ist, und es sicher noch weitere Fälle geben wird, besteht momentan erfreulicherweise kein Hinweis auf eine weitere zusätzliche Pandemie. Nichts desto trotz stellt eine verzögerte Reaktion der öffentlichen Gesundheitsdienste und eine Bagatellisieren als mild wie sie aktuell geschieht ein gewisses Risiko dar (Sterblichkeit zwischen 1-3,6% in Afrika, entstellende Narben in der Abheilung). Im Gegensatz zu Corona kommt es erst mit Symptomen zu einer Übertragung und Isolation und Kontaktnachverfolgung können bei Affenpocken ein absolut wirskames Mittel sein. Unabhängig davon gibt es eine Impfung gegen Affenpocken (neu seit 2013 - aktuell jedoch nicht lieferbar) als auch nachgewiesener Weise eine Wirksamkeit der alten Pockenimpfung, die auch in Deutschland bevorratet wird. Ob eine Impfung von vor 40-50 oder 60 Jahren heute jedoch noch einen Schutz darstellt ist ungewiss und wird erst im weiteren Verlauf bekannt werden. Unabhängig davon ist eine Impfung zum aktuellen Zeitpunkt  medizinisch nicht notwendig und kann auch momentan (nationaler Impfstoffvorrat - keine anderen Bezugswege) nicht durchgeführt werden.

Die wichtigste Maßnahme ist und bleibt aktuell Information und die mittlerweile gewohnten Hygienemaßnahmen, welche auch bei Corona wirksam sind. Sobald wir mehr Informationen haben, werden wir an dieser Stelle Aktualisierungen bekannt geben.

mit freundlichen Grüßen

                Hausarztzentrum Ertingen

Ertingen am 02.03.2022

Medizinischer Versorgungscluster Ertingen - Dürmentingen

Zum 1.4.2022 eröffnen wir unsere Praxis in Dürmentingen  - Stammstraße 7. Dort entsteht eine Praxis mit einem vollumfänglichen Leistungsspektrum entsprechend unserem Spektrum in Ertingen / Binzwangen. Dies umfasst alle hausärztlichen Leistungen sowie weit darüber hinausgehende Leistungen mit Sonographie / Lungenfunktion / Langzeit Blutdruck / Langzeit EKG etc...

Aufgrund der nunmehr guten Personalsituation und den nunmehr geschaffenen räumlichen Voraussetzungen werden wir ab April unsere Praxis rund ums Jahr betreiben. Das heißt, es wird keinen Zeitpunkt mehr geben, an dem die Praxis komplett geschlossen ist. Ihre medizinischen Daten sind an jedem unserer Standorte einsehbar - dies garantiert eine Versorgung auf gewohnt hohem Niveau.

Stellenweise wird es zu Schließungen einzelner Standorte kommen. Ihre Versorgung wird dabei vollumfänglich an den geöffneten Standorten sichergestellt, egal welcher unserer Standorte Ihr Ansprechpartner ist. In den Vertretungszeiträumen sind längere Untersuchungen (Vorsorge, Ultraschall, etc...) nur eingeschränkt möglich.

2022 haben wir folgende Zeiträume in denen einer unserer Standorte geschlossen ist:

             18.04.2022 - 29.04.2022 (Ostern)

             07.06.2022 - 17.06.2022 (Pfingsten)

             01.08.2022 - 09.09.2022 (Jahresurlaub)

             24.10.2022 - 04.11.2022 (Allerheiligen)

             26.12.2022 - 06.01.2023 (Weihnachten)

Welche unserer Praxen zu diesen Zeiträumen geöffnet sind erfahren sie jeweils zeitnah vor dem Vertretungszeitraum auf unserer Homepage und auf unserem Google Eintrag. Auch der Anrufbeantworter und ein entsprechender Aushang an der geschlossenen Praxis wird sie darüber informieren.

Es freut uns sehr, dass wir für Ertingen und Dürmentingen eine nunmehr auf Jahrzehnte gesicherte vollumfängliche und kontinuierliche hausärztliche Versorgung anbieten können.

mit freundlichen Grüßen

                      Ihr Hausarztzentrum Ertingen.


 


Ertingen am 21.02.2022

Qualität ist kein Zufall!

Sie erwarten eine fachlich gute Behandlung und eine einfühlsame Betreuung durch uns. Sie möchten umfassend beraten werden und ausreichend Zeit für Fragen haben. Reibungslose Abläufe - auch hinter den Kulissen - engagierte Ärztinnen und Ärzte sowie gut geschultes Praxispersonal ermöglichen die Behandlungsqualität, die wir Ihnen bieten wollen. Deshalb betreiben wir Qualitätsmanagement.

Dafür sind wir freiwillig  einen Schritt weitergegangen als der Gesetzgeber es fordert. Unsere Praxis ist nach dem Qualitätsmanagement-System QEP - Qualität und Entwicklung in Praxen - zertifiziert. Das bedeutet, dass wir unsere Abläufe und unsere Arbeit regelmäßig von externen Profis überprüfen lassen. Dies hilft uns, noch besser zu werden, um Ihren Erwartungen zu entsprechen.

Die Anforderungen an eine Praxis sind sehr umfangreich. Hygiene, Notfallmanagement und Datenschutz sind von großer Bedeutung. Ebenso die Sicherheit der Patienten und der Mitarbeiter. Bei der externen Visitation durch die DEKRA konnten wir von 261 möglichen Nachweisen 260 Nachweise erfolgreich erreichen. Damit hat die Praxis ein QM System nach QEP auf einem sehr hohen Niveau aufgebaut und seit vielen Jahren wirksam in den Praxisalltag integriert.

Es freut uns die heimatnahe medizinische Versorgung, auch auf dem Land, auf höchstem Qualitätsniveau sicherstellen zu können.

mit freundlichen Grüßen

                            Hausarztzentrum Ertingen

Ertingen am 18.12.2021

Energiebilanz 2014-2021

Es freut uns Ihnen heute die Energiebilanz unserer Praxis vorzustellen. Durch konsequenten Umstieg auf energiefreundliche Elektrogeräte (LED Beleuchtung, neue Kühlgeräte für Medikamente, neue Ultraschallgeräte, neue Computeranlage, etc...) konnten wir seit 2014 kontinuierlich eine massive Einsparung an Elektrizität und damit eine deutliche Reduktion unseres ökologischen Fußabdrucks erreichen. Auch beziehen wir unseren Strom zu 100% aus regionaler, erneuerbarer Wasserkraft.

Ertingen: Verbrauchte die Praxis 2014 noch ca. 7348kwH Strom im Jahr reduzierte sich der Stromverbrauch auf 4927kwH in 2017. Durch Austausch von Geräten Mitte 2017 war eine weitere Reduktion um weitere knapp 400kwH auf 4533kwH 2018 möglich. 2019 konnten wir durch weitere energiesparende Maßnahmen den Stromverbrauch um weitere 300kwH auf 4232kwH senken. 2020 blieb der Energieverbrauch in unserer Hauptpraxis bei 4230kwH konstant. 2021 stieg der Verbrauch aufgrund der Installation von Luftreiningern (5 Stück) in allen unseren Räumen leicht auf 4772kWh. 

Binzwangen: In unserer Zweigpraxis haben wir aufgrund des neuen energieeffizienten Baus deutlich bessere Grundvoraussetzungen. Im ersten vollen Betriebsjahr benötigten wird 2802 kWh Strom für unsere Gerätschaften und 2844kWh Strom für die Heizung. Die Daten für den Gesamtstrom berücksichtigen auch ca. 700 Watt für Luftreiniger die in allen Räumen platziert sind (4 Stück). Das Gebäude wird mit Erdwärme und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung energieeffizient beheizt. Aufgrund der Coronapandmie wurde vermehrt gelüftet, was zu einem höheren Heizungsbedarf als erwartet führte. Das Haus entspricht einem KfW 40 Haus und damit dem neusten Stand der Bautechnik. Auch der Strom in Binzwangen wird zu 100% aus regionaler, erneuerbarer Wasserkraft bezogen.

Wir hoffen damit einen kleinen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt zu leisten.

mit freundlichen Grüßen

Ihr Praxisteam

Ertingen am 24.06.2019

Organspende

Fast 50 Jahre ist es her, dass Ärzte erstmals einem Menschen erfolgreich ein durchblutetes Organ transplantiert haben. Noch heute umgibt die Transplantationsmedizin der Nimbus medizinischer Großtaten. Die Realität ist indes einen großen Schritt weiter. In Deutschland werden jedes Jahr tausende Organverpflanzungen vorgenommen (3305 im Jahr 2002) - und diese zählen mittlerweile zum Routinerepertoire der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten.

Dabei ist es wichtig, dass Organe nur sogenannten hirntoten Menschen entnommen werden (Ausnahme Lebendorganspende von z.B. Ehepartnern). Wird das Hirn nur wenige Minuten lang nicht mit Blut- und Sauerstoff versorgt, sind die Hirnfunktionen unwiederbringlich verloren. trotz künstlicher Beatmung und aufrechterhaltener Herztätigkeit ist die Hirntätigkeit für immer erloschen. Diesen endgültigen, nicht behebbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktion bezeichnet man als Hirntod.

Durch verschiedene Untersuchungen lässt sich der Hirntod zweifelsfrei feststellen. Die Organentnahme darf erst erfolgen, wenn der endgültige Hirntod von zwei dafür qualifizierten Ärzten die den Organspender unabhängig voneinander untersucht haben, nachgewiesen wurde. Damit ein Interessenkonflikt ausgeschlossen ist, dürfen diese Ärzte auch nicht an der Organentnahme oder Transplantation beteiligt sein.

Die schwierige Frage, zum schmerzlichsten Zeitpunkt für die unglückliche Familie rettet jedes Jahr tausende Leben in Deutschland und Europa. 

Es ist daher wichtig sich zu Lebzeiten über diese Frage Gedanken zu machen und seinen Angehörigen diese Entscheidung für den Fall der Fälle abzunehmen. Es gibt prinzipiell keine Altersgrenze für die Organspende, die Niere eines 70 jährigen kann für einen anderen Menschen wieder ein fast normales Leben bedeutend.

Sprechen Sie uns an. Gerne stellen wir auch einen Organspendeausweis aus  oder beantworten Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch.

mit freundlichen Grüßen

                      Ihr Praxisteam


Ertingen am 08.04.2019

 

 


Gesundheitsuntersuchung

Am 29.03.2019 hat der Bewertungsausschuss die Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene zum 01.04.2019 wie folgt neu geregelt:

- Versicherte ab dem 35. Lebensjahr haben nur noch alle 3 Jahre Anspruch auf die Untersuchung

- Versicherte ab dem 18. Lebensjahr können einmal zwischen dem 18. - 35. Lebensjahr eine Gesundheitsuntersuchung in   

   Anspruch nehmen

- Das 3 Jahres Intervall ist sofort umzusetzen

- An Blutwerten sind, wie gehabt, nach wie vor nur Gesamtcholesterin & Glucose als Kassenleistung bestimmbar. Alle 

   weiteren Werte sind individuelle Gesundheitseigenleistungen (IGEL) und somit selbst zu bezahlen.

Selbst Ihr Auto muss 2 jährlich dem TÜV vorgeführt werden! Wir finden diese Entscheidung im Rahmen der Vorsorge völlig inakzeptabel.

Unabhängig davon können glücklicherweise alle Patienten entsprechend ihrer HZV Verträge in der hausarztzentrierten Versorgung weiterhin die Gesundheitsuntersuchung mit deutlich umfangreicherem Inhalt (z.B. 20 Laborwerte anstatt nur 2) jährlich bis 2 jährlich wahrnehmen.

Sollten Sie noch nicht an der hausarztzentrierten Versorgung teilnehmen ist dies eine gute Gelegenheit sich einzuschreiben. Unser Personal informiert Sie gerne über die Vorteile der hausarztzentrierten Versorgung. Sprechen Sie uns an.

           mit freundlichen Grüßen

                        Dres. M. Mittendorfer / S. Butz



 

Ertingen am 21.02.2019

Notfallpraxen

Krankheiten kennen keine Sprechzeiten: Handelt es sich um eine Erkrankung, mit der Sie normalerweise einen niedergelassenen Arzt in der Praxis aufsuchen würden, ist am Abend, dem Wochenende oder Feiertagen der ärztliche Bereitschaftsdienst oder Notdienst zuständig. Sie können die bundesweiten Notfallpraxen während der Öffnungszeiten ohne vorherige Anmeldung direkt aufsuchen. Telefonisch erreichen Sie den Notfalldienst bundesweit unter der Rufnummern 116 117.

In den meisten Fällen sind die Bereitschaftsdienstpraxen direkt an Krankenhäusern angesiedelt. Sie kümmern sich darum, dass Patienten in dringenden medizinischen Fällen auch außerhalb der regulären Sprechzeiten ambulant behandelt werden.  Im Fall, dass sie nicht in die Notfallpraxis kommen können, gibt es auch eine Fahrbereitschaft um Ihnen direkt zuhause helfen zu können.

WICHTIG: Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. Bei Notfällen, zum Beispiel Ohnmacht, Herzinfarkt, akuten Blutungen und Vergiftungen, alarmieren Sie bitte sofort den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

Als Patient können Sie frei wählen, welche Notfallpraxis Sie in Ihrer Umgebung in Anspruch nehmen wollen. Die nächste Notfallpraxis von Ertingen aus befindet sich am Kreiskrankenhaus Bad Saulgau - Gänsbühl 1.

               mit freundlichen Grüßen

                             Ihr Praxisteam


 


Ertingen am 29.09.2018

Eine Grippe ist keine Erkältung!

Was ist eigentlich eine saisonale Grippe und was ist eine Erkältung? Auch wenn sich die Symptome auf den ersten Blick ähneln und wir umgangssprachlich schon bei einem Schnupfen von "Grippe" reden: Eine Grippe (Influenza) und eine Erkältung (Schnupfen, grippaler Infekt) sind ganz verschiedene Erkrankungen.

Wichtig zu wissen: Die Grippe ist eine viel ernstere Erkrankung als eine Erkältung. Die durch Influenzieren verursachte Grippe dauert in unkomplizierten Fällen fünf bis sieben Tage und geht mit deutlich schwereren Krankheitszeichen einher.

Typische Symptome sind plötzlich auftretender Krankheitsbeginn mit Fieber höher 38,5°C, trockener Reizhusten, Kopf-,Hals-, Muskel- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und manchmal Übelkeit und Erbrechen.

Komplikationen einer Grippeerkrankung wie eine Lungen- oder Herzmuskelentzündungen sind möglich. Treten derartige Beschwerden auf, sollten sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.

Mit zunehmendem Alter verliert das Immunsystem an Leistungskraft. Zusätzlich können Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislaufbeschwerden von Verlauf von Infektionskrankheiten ungünstig beeinflussen. Das bedeutet, dass das Abwehrsystem älterer Menschen Erreger häufig nicht so gut bekämpfen kann. Dies hat zur Folge, dass bei ihnen die saisonale Grippe (Influenza) stärker verläuft, länger anhält oder mit schweren, teils lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenentzündung einhergehen kann.

Insbesondere ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten sich daher jedes Jahr gegen die saisonale Grippe impfen lassen.

Die Impfung können ab sofort sie kostenfrei in unserer Praxis durchführen lassen. Für Rückfragen stehen Ihnen die Ärzte und das Personal unserer Praxis jederzeit zur Verfügung.


                  mit freundlichen Grüßen

 

                               Dres. med. M. Mittendorfer / S. Butz / S. Knöll / P. Fieweger


Ertingen am 26.08.2018

Hausarzt zentrierte Versorgung - Zukunft der hausärztlichen Versorgung im ländlichen Bereich. 

 

Sicher haben auch Sie schon von den Hausarztverträgen gehört, die inzwischen für uns und viele anderen Hausarztpraxen in Baden-Württemberg ein wichtiges Standbein darstellen. Die Hausarztverträge stärken die Position des Hausarztes, des Praxispersonals und des Praxisstandorts und die Vergütung sowie der bürokratische Aufwand werden an die Bedürfnisse der Hausarztpraxis angepasst.

Als Ihre Hausarztpraxis appellieren wir daher an Sie:

"Schenken Sie uns Ihr Vertrauen und schreiben Sie sich in den Hausarztvertrag Ihrer Krankenkasse ein!"

Doch nicht nur wir als Praxis profitieren durch Ihre Teilnahme. Das eigentliche Ziel der Hausarztverträge liegt darin, die Interessen der Patienten und Ärzte zu verbinden und dem Hausarzt wieder seine alte Rolle als Lotse durch das Gesundheitswesen und Partner und Berater seiner Patienten zukommen zu lassen. Neben einer verbesserten Versorgung wird zudem dem sich stetig anbahnenden Hausärztemangel entgegengewirkt und Ihnen somit ermöglicht, auch weiterhin einen wohnortnahen Hausarzt in Anspruch nehmen zu können.

Teilnahmevoraussetzungen für Sie als Patient:

Als Patient binden Sie sich für mindestens 12 Monate an unsere Praxis, wobei ein Arztwechsel natürlich dennoch möglich ist. Facharztbesuche erfolgen nur auf Überweisung (Ausnahme: Besuche beim Augenarzt, Gynäkologen, Kinderarzt und Notfälle). Im Vertretungsfall bitten wir den von uns genannten HZV Vertreterarzt aufzusuchen. Die Teilnahme ist für Sie als Patient selbstverständlich kostenlos und freiwillig.

Vorteile der Hausarztverträge für Sie als Patient:

Die praktischen Vorteile des Hausarztmodells für Sie als Patienten unterscheiden sich im Detail von Kasse zu Kasse. Allen gemein ist jedoch das engere Verhältnis zu Ihrem Hausarzt, da alle Befunde, Therapien und verordneten Medikamente in einem ersten Schritt bei ihm zusammenlaufen (Verpflichtung der anderen Fachrichtungen Briefe zu übersenden! - normaler Weise ist ein Brief nicht verpflichtend auszufertigen und es wird leider zunehmend darauf verzichtet). Dass die Hausarztzentrierte Versorgung von Vorteil für jeden einzelnen Patienten ist, zeigt eine aktuelle Evaluation der HZV durch die Universitäten Frankfurt und Heidelberg. Laut dieser konnten durch die intensivere Behandlung durch den Hausarzt 4500 Krankenhausaufenthalte vermieden werden.

Weiterhin haben Sie Anspruch auf Sprechstunden außerhalb der Arbeitszeit (vor 9 Uhr oder nach 18 Uhr) für Berufstätige, je nach Kasse können Sie zudem zusätzliche Gesundheits-Check-ups in Anspruch nehmen und häufig entfällt die Medikamentenzuzahlung, wenn Ihr Hausarzt Ihnen rabattierte Medikamente verschreibt.

All Ihre Vorteile durch eine Teilnahme am Hausarztprogramm können Sie jederzeit auch in der HZV Informationsbroschüre für Patienten nachlesen. Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen jederzeit in einem persönlichen Gespräch, in dem wir auch auf die genauen Vertragskonditionen Ihrer Krankenkasse eingehen können.

 

                 Wir danken für Ihr Vetrauen

                           Dres. Mittendorfer / Butz


Ertingen am 03.05.2018

Protonenpumpenhemmer 

Wenn der Magen "drückt", kann eine Überproduktion von Magensäure der Auslöser sein. Dagegen werden häufig Protonenpumpenhemmer, im Folgenden Säureblocker genannt, eingesetzt. Hierzu gehören z.B die Wirkstoffe Omeprazol und Pantoprazol.

Jede ungewohnte Situation stellt eine Belastung für den Körper dar. Viele Patienten erhalten daher während eines Klinikaufenthaltes einen Säureblocker, der helfen soll, Schäden zu verhindern (sog. Stressprophylaxe). Nach der Klinikentlassung, zurück in gewohnter Umgebung, sind die Säureblocker dann häufig nicht mehr nötig. Die Weiterverordnung auf Kassenrezept ist dann nur möglich und nötig, wenn eine oder mehrere der folgenden Diagnosen auf Sie zutreffen:

- Helicobacter pylori Behandlung (in Kombination mit einem Antibiotikum)

- Magengeschwüre oder Entzündungen im Magen Darm Trakt bedingt durch gesteigerte Säurebildung

- Regelmäßige Einnahme bestimmter Schmerzmittel, vor allem wenn sie früher Nebenwirkungen hatten

Mögliche Probleme bei Säureblocker-Therapie:

Wie jedes Arzneimittel sollten ich Säureblocker mit Bedacht eingenommen werden. Die Nebenwirkungen reichen von unangenehme (Blähungen, Übelkeit, Verstopfung) bis risikoreich (Kalziummangel mit erhöhtem Risiko für Knochenbrüche, Vitamin B12 - oder Magnesiummangel, Krämpfe sowie erhöhtes Risiko für bakterielle Infektionen - insbesondere Diarrhö).

Darüber hinaus müssen auch mögliche Wechselwirkungen mit anderen gleichzeitig eingenommen Medikamenten dringlich beachtet werden, die beispielsweise zu einer Wirkungsabschwächung dieser Medikamente führen können.

Was Sie selbst tun können

Säureblocker behandeln nur das Beschwerdesymptom, jedoch nicht dessen Ursache. Gemeinsam mit uns sollten Sie besprechen, wie Sie mit den folgenden Maßnahmen Ihre Gesundheit stärken können:

- Achten Sie auf Ihre Ernährung und Ihren Körper: Scharfe Speisen, Alkohol und Nikotin reizen den Magen, Adipositas (Übergewicht) kann den Rückfluss von Magensäure begünstigen!

- Reduzieren Sie Ihren Alltagsstress: Keine Säureblockereinnahme zur Prophylaxe!

- Bei kurzfristigen Beschwerden wie Sodbrennen oder saurem Aufstoßen können freiverkäufliche Säureblocker oder Magensäurebinder eine schnelle wirksame Option sein. Fragen Sie hierzu Ihren Apotheker.


Wir hoffen wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick in die Protonenpumpeninhibitoren verschaffen. Für Fragen stehen wir und unser Team Ihnen jederzeit zur Verfügung.

mit freundlichen Grüßen

                                     Ihr Praxisteam

Ertingen am 17.04.2018

Physiotherapie;

Da im aktuellen Bericht des BVA (Bundesversicherungsamt) an das Gesundheitsministerium auch die unkritische Verordnung von Physiotherapie kritisiert wurde, wollen wir Ihnen im Folgenden einige Informationen über die Verordnung von Physiotherapie zur Verfügung stellen:

Zu den gebräuchlichsten physiotherapeutischen Heilmitteln, die wir auf Kassenrezept verordnen können, zählen Krankengymnastik, manuelle Therapie und Lymphdrainage. Viele weitere Behandlungsmethoden wie z.B. Osteopathie, K-Taping oder Fußreflexzonenmassage sind keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse und können daher nur privat in Anspruch genommen werden, auch wenn diese manchmal von Physiotherapeuten als angeblich verordnungsfähige Leistungen beworben werden.

Bei der Verordnung von Physiotherapie muss eine behandlungsbedürftige Krankheit vorliegen, damit wir überhaupt eine Heilmittelverordnung ausstellen können. Wunschverordnungen sind grundsätzlich nicht möglich und sogar verboten. Auch sind Therapieempfehlungen des Physiotherapeuten nicht bindend, denn die Therapiehoheit liegt ausschließlich beim verordnenden Arzt, der für den Umfang der Verschreibung vollumfänglich persönlich haftet.

Bei den Heilmitteln, die Kassenleistung sind (siehe oben), schreibt der Gesetzgeber im Heilmittelkatalog genau vor, bei welchen Beschwerden welches Heilmittel wie oft und wie lange verordnet werden kann. Am stärksten eingeschränkt sind dabei die Verordnungen von manueller Therapie sowie von Massage.

Unbedingt beachtet werden sollte auch, dass ein Heilmittelrezept nur 14 Tage gültig ist, sofern kein anderer (spätere) Behandlungsbeginn auf dem Rezept vermerkt ist.

Auch besteht bei krankengymnastischen Übungen das Ziel u.a. im Erlernen von Eigenübungen, die Sie in ihrem häuslichen Umfeld durchführen können. Insbesondere zur Veränderung im Alltagsverhalten sollen sie angeregt werden. Grundsätzlich hilft körperliche Aktivität (z.B. Schwimmen, Radfahren, Sportvereine, Fitness- Studios) bei leichteren Störungen, um Ihre Gesundheit zu stärken.

Unabhängig davon bieten jedoch viele Krankenkassen zusätzliche präventive Leistungen (Übernahme von Rückenschule, Orthocard Training, Fitnesscenter Training, Ernährungsberatung, Kochkurse etc... ) kostenfrei oder kostenreduziert für Ihre Mitglieder an. Diese sind meist deutlich vielfältiger als die verordenbaren physiotherapeutischen Maßnahmen.

Da physiotherapeutische Heilmittel leider nur in der Nachsorge von Krankheiten verordnet werden können, greifen diese oft zu spät. Viel sinnvoller ist es Schäden vorzubeugen bevor diese entstehen. Nutzen Sie daher die Angebote ihrer Krankenkasse für Fitnesscenter Kostenübernahme, Orthocard Training oder ähnliches im Rahmen ihrer individuellen sportlichen Vorsorge. Gerne stellen wir entsprechende Präventivrezepte (Rezept für sozialen Beratungsdienst der Krankenkassen) aus um Ihnen die kostenfreie Beratung der Krankenkasse über die individiuellen, ihnen zustehenden Maßnahmen zu ermöglichen.


Wir hoffen wir konnten Ihnen etwas Einblick in die Verordnung von Heilmitteln ermöglichen. Für Rückfragen stehen wir ihnen jederzeit zur Verfügung.


                    mit freundlichen Grüßen

                                                  Ihr Praxisteam


Ertingen am 28.03.2018


Patienteninformation zum Datenschutz

(gesetzlich verpflichtende Mitteilung)


Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

der Schutz Ihrer personenbezogenenenen Daten ist uns wichtig. Nach der EU Datenschutz Grundverordnung in der deutschen Umsetzung sind wir verpflichtet, Sie darüber zu informieren, zu welchem Zweck unsere Praxis Daten erhebt, speichert oder weiterleitet. Der Information können Sie auch entnehmen, welche Rechte Sie in puncto Datenschutz haben.

  1. Verantwortlichkeit für die Datenverarbeitung

    Praxis am Krähbrunnen
    Krähbrunnenstraße 1 - 88521 Ertingen
    Telefon: 07371 96090 Fax: 07371 96091

    Sie erreichen die zuständige Datenschutzbeauftragte unserer Praxis

    Name: Sonja Diesch
    Anschrift: Krähbrunnenstraße 1 - 88521 Ertingen
    Telefon: 07371 96090 Fax: 07371 96091  
  2. Zweck der Datenverarbeitung: Die Datenverarbeitung erfolgt aufgrund gesetzlicher Vorgaben um den Behandlungsvertrag zwischen Ihnen und Ihrem Arzt und die damit verbundenen Pflichten zu erfüllen. Hierzu verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten, insbesondere Ihre Gesundheitsdaten. Dazu zählen Anamnesen, Diagnosen, Therapievorschläge und Befunde, die wir oder andere Ärzte erheben. Zu diesen Zwecken können uns auch andere Ärzte oder Psychotherapeuten, bei denen Sie in Behandlung sind, Daten zur Verfügung stellen (z.b. in Arztbriefen). Die Erhebung von Gesundheitsdaten ist Voraussetzung für Ihre Behandlung. Werden die notwendigen Informationen nicht bereitgestellt, kann eine sorgfältige Behandlung nicht erfolgen.
  3. Empfänger Ihrer Daten: Wir übermitteln Ihre personenbezogenen Daten nur dann an Dritte, wenn dies gesetzlich erlaubt ist oder Sie eingewilligt haben. Empfänger Ihrer personenbezogenen Daten können vor allem andere Ärzte / Psychotherapeuten, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, Ärztekammern und privatärztliche Verrechnungsstellen sein.
  4. Speichern Ihrer Daten: Wir bewahren Ihre personenbezogenen Daten nur solange auf, wie dies für die Durchführung der Behandlung erforderlich ist. Aufgrund rechtlicher Vorgaben sind wir dazu verpflichtet, diese Daten mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren. Nach anderen Vorschriften können sich längere Aufbewahrungsfristen ergeben, zum Beispiel 30 Jahre bei Röntgenaufzeichnungen laut Paragraf 28 Absatz 3 der Röntgenverordnung.
  5. Ihre Rechte: Sie haben das Recht, über die Sie betreffenden Personenbezogenen Daten Auskunft zu erhalten. Der dabei entstehende Arbeitsaufwand wird privat in Rechnung gestellt. Auch können Sie die Berichtigung unrichtiger Daten verlangen. Darüber hinaus steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf Löschung von Daten, das Recht auf Einschränkung der Datenverarbeitung sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit zu. Die Verarbeitung Ihrer Daten erfolgt auf Basis von gesetzlichen Regelungen. Nur in Ausnahmefällen benötigen wir Ihr Einverständnis. In diesen Fällen haben Sie das Recht, die Einwilligung für die zukünftige Verarbeitung zu widerrufen. Sie haben ferner das Recht, sich bei der zuständigen Aufsichtsbehörde für den Datenschutz zum Beschwerden, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten nicht rechtmäßig erfolgt. Die Anschrift der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde lautet: Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Postfach 10 29 32 - 70025 StuttgartKönigsstraße 10a - 70173 Stuttgart Tel.: 0711 /615541-0
  6. Rechtliche Grundlagen: Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Ihrer Daten ist Artikel 9 Absatz 2 lit. h) DSGVO in Verbindung mit Paragraf 22 Absatz 1 Nr. 1 lit. b) Bundesdatenschutzgesetz. Sollten Sie Fragen haben, können Sie gerne einen Termin mit unserer Datenschutzbeauftragten vereinbaren.                                  


Ihr Praxisteam



 

Ertingen am 22.02.2018

Husten eine Bagatelle?

Aufgrund der aktuellen Verordnungsrichtlinien der Kassenärztlichen Vereinigung müssen wir Sie leider über s.g. "geringfügige Erkrankungen" informieren. Auch wenn für Sie die Erkrankung tlw. massiv erscheint, erscheinen manche Erkrankungen für den Gesetzgeber als "geringfügig". In diesen Fällen sieht der Gesetzgeber keine Verordnung von Medikamenten vor. Dies betrifft momentan vor allem grippale Infekte und die Grippeinfektion. Wir möchten Ihnen hier einen Auszug aus der deutschen Apotheker Zeitung zitieren:

"Für Erwachsene dürfen keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten verordnet werden. Dies gilt für Schnupfenmittel, Schmerzmittel und Hustenmittel, aber nur dann, wenn es sich um geringfügige Gesundheitsstörungen handelt. Für eine banale Erkältung, die Kopfschmerzen verursacht, dürfte also kein Ibuprofen 600 oder verschreibungspflichtiges Ibuprofen 400 auf einem Kassenrezept verordnet werden; der Patient müsste vom Arzt auf das freiverkäufliche Ibuprofen 400 verwiesen werden.

Das Gleiche gilt für Codeintropfen oder -kapseln. Handelt es sich um eine einfache Erkältung oder einen grippalen Infekt, der mit einem trockenen Reizhusten einhergeht, ist die Verordnung von Codein für einen Erwachsenen zulasten der Krankenkasse nicht möglich. Verordnungsfähig ist Codein nur dann, wenn der Husten über eine Bagatellerkrankung hinausgeht, wenn etwa aufgrund einer Operation ein ständiges Husten unterdrückt werden muss, um die OP-Narbe nicht zu belasten, bei Rippenfrakturen oder bei einem Lungenkarzinom. "

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-48-2011/husten-eine-bagatelle

Dies schließt daher die Verordnung auf Kassenrezept bei grippalen Infekten aus. Es mag durchaus sein, dass diese Medikamente wie Codeintropfen oder NAC bei anderen Erkrankungen verordnungsfähig sind, aber leider eben nicht bei grippalen Infekten.

Wir sind jedoch stets bemüht die kostengünstigste Variante für sie zu verordnen. Im Fall von Grippemedikamenten ist dies Paracetamol um ca. 1€ und ggf. Codeintropfen um ca. 12€. Auf Kassenrezept würden sie bei Ibuflam 600mg und Codeintropfen je 5€ Zuzahlung haben (insgesamt also 10€) und somit nur geringfügig weniger bezahlen als mit einem Privatrezept.

mit freundlichen Grüßen

                                        Ihr Praxisteam


 

 

 

Ertingen am 07.01.2018

Nehme ich zu viele Medikamente ein?

Richtig eingesetzt helfen Medikamente, Krankheiten vorzubeugen, Beschwerden zu lindern und Krankheiten zu heilen. Wer aber wegen vieler Beschwerden dauerhaft behandelt wird, muss oft eine Menge Tabletten schlucken. In der Fachsprache heißt dies Multimedikation oder Polypharmazie. Problematisch ist dabei, dass mit steigender Anzahl der eingenommenen Medikamente auch mehr unerwünschte Wirkungen auftreten.

Dabei gibt es viele Ursachen von Multimedikation:

- Man leidet an mehreren Erkrankungen, die dauerhaft mit Medikamenten behandelt werden müssen.

- Im Lauf der Jahre kommen neue Medikamente hinzu, aber die "alten" werden nicht reduziert.

- Erfolglose Behandlungen werden nicht beendet.

- Ein Patient wird von mehreren Ärzten behandelt. Diese wissen nicht oder nur unzureichend von der Medikation des
   anderen Arztes.

- Man nimmt selbstständig Medikamente ein, die frei verkäuflich sind.

- Häufig meinen Arzt und Patient, dass jede gesundheitliche Störung mit Arzneimittel behandelt werden muss. Viele
   Beschwerden sind jedoch nur vorübergehend und benötigen keine Medikamente.

Die regelmäßige und korrekte Einnahme von Medikamenten ist für eine erfolgreiche Behandlung von Beschwerden und Erkrankungen entscheidend. Oft ist dies jedoch nicht einfach. Wer viele Medikamente anwendet verliert schneller den Überblick über das richtige Medikament und die richtige Dosierung zur richtigen Zeit.

Mit jedem Medikament steigt jedoch das Risiko auf Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.

Jedoch ist die Einnahme von Medikamenten nicht immer vermeidbar, aber manchmal sind einige unnötig. Sie sollten daher ihren Hausarzt als Hauptansprechpartner bei allen Fragen zu Arzneimitteln konsultieren. Vereinbaren sie ggf. einen gesonderten Termin in der Praxis, zu dem Sie alle Arzneimittel, auch die selbst gekauften, und Packungsbeilagen von zuhause mitbringen. Oft ist es sinnvoll einmal jährlich den Medikationsplan zu überprüfen oder zu erstellen. Diesen sollten sie auch zu anderen Fachärzten mitbringen -sodass diese wissen, was sie einnehmen.

Fragen Sie uns auch ruhig, ob Sie wirklich noch alle Medikamente brauchen. Gegebenenfalls finden sich auch auf Ihrem Medikationsplan bereits Medikamente, die man bedenkenlos absetzen kann. Setzen Sie jedoch bitte keine Medikamente ohne Rücksprache mit uns selbst ab.

Zuallerletzt muss man auf jeden fall bedenken, dass nicht jede gesundheitliche Störung mit Medikamenten behandelt werden muss. Oft hören Beschwerden ohne Behandlung von alleine wieder auf oder lassen sich anders lindern. Besprechen Sie mit uns, ob Sie einfach abwarten können oder ob beispielsweise Bewegung oder eine andere Maßnahme hilft!

                          Wir hoffen Sie hatten einen angenehmen Start ins neue Jahr

                                           mit freundlichen Grüßen

                                                          Ihr Praxisteam

 





Ertingen am  02.06.2017 

Liebe Patientinnen, liebe Patienten;

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland: Jedes Jahr erkranken mehr als 230.000 Menschen neu an Hautkrebs, etwa 28.000 davon an der besonders gefährlichen Form des "schwarzen" Hautkrebses (malignes Melanom). Frühzeitig erkannt, ist Hautkrebs aber sehr gut heilbar.

Ab dem Alter von 35 Jahren (HZV ab 20 Jahren) haben Sie deshalb als gesetzlich Krankenversicherter alle zwei Jahre Anspruch auf einen kostenlosen Hautkrebs-Check bei einem dafür qualifizierten Hausarzt. 

Bei dieser Untersuchung geht es darum, Hautkrebs möglichst früh zu entdecken. Denn gerade der schwarze Hautkrebs wächst schnell und bildet schon sehr früh Tochtergeschwülste in anderen Organen (Metastasen).

In unserer Praxis sind alle Ärzte, entsprechend den Voraussetzungen der kassenärztlichen Vereinigung durch zusätzliche Weiterbildungen, für diese Untersuchung qualifiziert. Gerne können wir diese Untersuchung auch mit ihrer Gesundheitsuntersuchung verbinden. Die Untersuchungen sind für Sie völlig kostenfrei.

Nutzen Sie diese Möglichkeit: Sprechen Sie uns an - oder vereinbaren Sie einfach einen Termin!

                                        mit freundlichen Grüßen

                                                                        Ihr Praxisteam


Ertingen am 23.04.2017

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,


Bei vielen Arzneimitteln gibt es Medikamente von unterschiedlichen Herstellern, die zwar alle den gleichen Wirkstoff enthalten, aber unterschiedlich heißen können. Bei der Ausstellung eines Rezeptes, schreiben wir den Namen des Arzneimittels oder nur den Wirkstoff auf das Rezept.

Neben der Zeile mit dem Medikamentennamen/-wirkstoff befindet sich das sogenannte "aut idem" Feld. Der Begriff "aut idem" ist ein lateinischer Fachausdruck und bedeutet "oder das Gleiche". Wenn hier kein Kreuz gesetzt ist, erlaubt dies dem Apotheker, Ihnen ein Arzneimittel mit dem gleichen Wirkstoff, aber eventuell mit einem anderen Namen abzugeben - das jedoch preisgünstiger ist.

Damit sollen Kosten im Gesundheitswesen eingespart werden, da es teilweise deutliche Preisunterschiede zwischen den Herstellern und den einzelnen Medikamenten gibt. Die Krankenkassen schließen auch Rabattverträge mit einzelnen Herstellern ab, so dass der Name eines Medikamentes mit dem gleichen Wirkstoff unterschiedlich sein kann, je nach dem bei welcher Kasse man versichert ist. Auch aus diesem Grund ist am neuen bundeseinheitlichen Medikamentenplan der Wirkstoff des Medikamentes noch vor dessen Handelsbezeichnung vermerkt - um für Sie übersichtlich Verwechslungen zu verhindern.

Nur in medizinisch begründeten Einzelfällen dürfen wir, wenn aus medizinischen Gründen ein spzielles Medikament eingenommen werden muss (z.b. Schilddrüsenmedikamente, Epilepsiemedikamente,.... bei denen Verwechslungen aufgrund des falschen Namens fatale Folgen haben können!) den Austausch ausschließen. Sie erhalten dann vom Apotheker genau das verordnete Medikament.

Sollten Sie trotzdem aus einem individuellen Grund ein Arzneimittel einer speziellen Firma bevorzugen, gibt es seit 2011 die Möglichkeit, Ihr Wunscharzneimittel mit dem verordneten Wirkstoff in der Apotheke zu erhalten. Hier müssen sie jedoch den gesamten Apothekenverkaufspreis bezahlen (Privatabgabepreis). Sie erhalten für die Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse eine Kopie des Rezeptes (Privatrezept) sowie einen Nachweis für den bezahlten Betrag. Mit diesen Belegen können Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Teil der Kosten zurückfordern. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der erstattete Betrag sehr gering ausfallen kann. Sie sollten sich daher vorher über die Erstattungsbeträge informieren.

mit freundlichen Grüßen

Dres. M. Mittendorfer / S. Latanowicz / S. Knöll


 

Ertingen am 21.2.2017

Liebe Patientinnen, liebe Patienten;

Bei Ihnen wurden erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin) festgestellt. Dieser Wert kann schwanken und steigt mit zunehmendem Lebensalter an.

Zwar haben Sie dadurch zunächst keine Beschwerden, über Jahre hinweg kann es jedoch zur Verengung von Blutgefäßen (Arteriosklerose) kommen - insbesondere wenn weitere Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes vorliegen.

In Folge können Herz Kreislauf Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfälle auftreten, wenn es zu einem vollständigen Verschluss eines Blutgefäßes  kommt.

Sie können selbst Ihre Blutfette senken, indem Sie auf gesunde Ernährung, Körpergewicht und Bewegung achten, gegebenenfalls das Rauchen auf geben und dadurch Ihr Risiko für Herz Kreislauf Erkrankungen verringern. Auch über Medikamente kann man die Blutfette senken.

Allerdings sind blutfettsenkende Mittel als Kassenleistung erst verordenbar bei Patienten:


- die eine nachgewiesene Herz-Kreislauf-Erkrankung haben oder

- die noch keine Erkrankung haben, jedoch mit 20% Wahrscheinlichkeit eine solche Erkrankung in den nächsten 10 Jahren    entwickeln werden (= hohes Risiko!).

Um Ihr individuelles Risiko zu bewerten und die notwendige und sinnvolle Therapie festzulegen führen wir im Rahmen der ihnen jährlich zur Verfügung stehenden Gesundheitsuntersuchung auch die Abfrage eventueller kardiovaskulärer Risikofaktoren durch und berechnen bei Bedarf den sogenannten Procam Score - mit dem Ihr individuelles Risiko in Zahlen ausgedrückt werden kann.

Sprechen Sie uns darauf an und lernen Sie Ihr individuelles Risiko und was Sie dagegen tun können kennen.

mit freundlichen Grüßen

                           Ihr Praxisteam